Mittwoch, 21. April 2010

iPhone oder LeihPhone? Kein Phone!

Oder einfach: Die Telekom und ich.

Vorab sollte ich sagen, dass ich lange Jahre versucht habe, einen weiten Bogen um Produkte und Dienstleistungen der Telekom zu machen. Dies änderte sich nach einem Service-Trauerspiel in mindestens 13 Akten mit dem DSL-Anbieter Freenet und natürlich durch die Begehrlichkeiten, die ein shiny Apple Device bei Menschen wie mir nun einmal weckt. Nach und nach fühlte ich mich sogar gut, Kunde der Telekom zu sein. Das hat sowas »großes« - Wahrscheinlich ist es derselbe Effekt, der dem FC Bayern auch immer mehr Sympathisanten in Deutschland beschert. Arme Ritter auf der Suche nach Zuflucht im Universum von Dutzenden Deutschen Meisterschaften und Lichtgestalten wie Beckenbauer, Breitner und Co. Aber ich schweife ab.

Mein iPhone machte Mucken. Erst nur ab und an, dann immer häufiger. Die Verbindung zwischen Headset und Telefon wurde nicht richtig hergestellt. Daher konnte ich keine Anrufe damit entgegennehmen, den iPod nicht mehr steuern, etc. Es gibt also ein Problem mit der Öffnung für den Klinkenstecker am Gerät.

»Wir haben sowieso keine Ersatzgeräte mehr.«
Am 27. März gab ich es im T-Punkt ab. Nachdem ich neue Kopfhörer kaufen musste. Denn es könnten "ja auch die alten kaputt sein". Mein Hinweis darauf, dass ich diese bereits ausgetauscht hatte, prallte ab. Nun gut. Maximal zwei Wochen sollte ich warten, daher würde ich »ja kein Ersatzgerät brauchen - Wir haben sowieso keine mehr.« Gut, bis dann.

Bereits nach wenigen Tagen bekam ich eine SMS, das mein Gerät im Technikzentrum geprüft werde, einen weiteren Tag später wurde es für den Versand übergeben. Vom T-Punkt hörte ich dennoch nichts und besuchte die Bande mal nach exakt 14 Tagen. »Das könne noch einwenig dauern - keine Sorge«. Für mich war dies extrem unbefriedigend, da ich kein Ersatzgerät hatte und dann erstmal einige Tage in Portugal war. Nach meiner Rückkehr erdreistete ich mich, nochmals beim magentafarbenen T vorbeizuschauen. Diesmal wurden Nummern geprüft und begutachtet: »Jaja, das ist unterwegs, es gibt gleich drei Versandnummern - dauert noch maximal zwei Tage.« Extrem unbefriedigt und leicht beunruhigt in Bezug auf die verschiedenen Versandnummern fuhr ich zur re:publica, wo mir ein internetfähiges Smartphone natürlich sehr fehlte.

»Wir verlieren ja nicht einfach so ein iPhone.«
Zurück aus Berlin bin ich dann einfach nochmal beim T-Punkt vorstellig geworden - Ich kann's ja nicht lassen. Ein junger, sehr netter Mitarbeiter musste meine Entrüstung über sich ergehen lassen. »Eigentlich ist das iPhone seit dem 6. April hier im Shop - ich kann es aber nicht finden.« Das wäre a) vor meinem Urlaub und b) vor dem Kongress gewesen. Aber naja, es könne ja immernoch »im Spind bei meinem Chef eingeschlossen sein«- nach einem Warum und Wieso habe ich nicht wirklich gefragt, aber mir zusichern lassen, es würde mich am Folgetag der Chef vormittags anrufen und Licht ins Dunkel bringen. Denn: »Wir verlieren ja nicht einfach so ein iPhone.«

»Wir wissen nicht, wo ihr iPhone ist.«
Das Telefon blieb still. Emotional leicht aufgeladen, besuchte ich den T-Punkt ein weiteres Mal, schafftes es durch ausgefeilteste Guerilla-Verhörtaktiken tatsächlich, den Shopleiter aus seinem Versteck zu locken und bekam die Auskunft: »Wir wissen nicht, wo ihr iPhone ist.«
Immerhin, endlich spricht mal einer aus, was alle wussten und ich nur ahnte: und dies bereits seit dem 6. April 2010, also vor 3 Wochen. Und ich bekam ein Leihgerät, leider kein 3GS, sondern lediglich das Vorgängermodell. Und der Fall meines iPhones wurde weitergegeben an die Chefin des Shopleiters, die Angelegenheit würde »nun unverzüglich geklärt, zwischen Dienstleister, Transporteur und T-Shop.« Na, dann ist ja gut.

1 Kommentar:

Dr. Duktus hat gesagt…

Kopf hoch! Wenigstens hast Du es nicht in einer Bar liegenlassen...