Mittwoch, 14. April 2010

Web-2.0-Overkill in Berlin - UPDATED

Die re:publica 2010 in Berlin hat begonnen. "Mit Sonnenschein und funktionierendem WLAN haben wir soeben die Tore zur re:publica 2010 geöffnet. In den nächsten drei Tagen gibt es 165 Veranstaltungen auf bis zu neun Bühnen parallel mit 265 Sprecherinnen und Sprecher aus 30 Staaten zu verschiedensten Facetten der digitalen Gesellschaft. Ingesamt werden mehr als 2500 Menschen an der re:publica teilnehmen." Hört sich ja richtig gut an, oder?

Wird es auch bestimmt noch. Nach den ersten Sessions muss ich aber sagen, ich bin ein wenig enttäuscht. Die Räumlichkeiten, insbesondere für die Workshops sind viel zu klein, weswegen ich bereits zwei interessante Workshops nicht mehr besuchen konnte. Das macht das "Arbeiten" - was in meinem Fall aus dem Besuch der Speeches und der Teilnahme an Workshops besteht - schwer. Achja, da WLAN haut auch nicht wirklich hin, aber hier versucht ja auch jeder der 2500 Internetjunkies seinen Fix zu bekommen.

Aber nun ein wenig weniger negativ: Der Vortrag von Jeffrey Jarvis war ganz interessant. Thema: "The German paradox - privacy, publicness and penises". Es ging im Wesentlichen um die Unterscheidung zwischen Privatem und Öffentlichem im Internet. Jarvis betonte bei allen Risiken und Zweifeln im Zusammenhang mit der Verwendung der Informationsmenge und dem Wissen der Menschen im Netz, der oft zitierten "Weisheit der Massen (Wisdom of the Crowds)", immer wieder auch ihre Chancen. "Natürlich kann das alles schief gehen, aber wir sollten das Risiko eingehen und uns darauf einlassen. Und vor allen Dingen: Wir sollten um das Internet und seine Freiheit kämpfen."

Gerade eben beendete David Sasaki seine Session: "Technology for Transparency". Er sprach darüber, wie Informationstechnologie Menschen helfen kann, sich in politische Prozesse einzumischen: “Does information plus participation lead to government accountability?” Er stellte das "Technology for Transparency Network" vor, das gerade innerhalb des Global Voices Netzwerk gegründet wurde. David Sasaki twittert und bloggt u.a. auf globalvoicesonline.org und in seinem Blog.

Und jetzt weiter mit Peter Kruse von nextpractice "Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren".

UPDATE:

Das Highlight der gesamten re:publica bisher in meinen Augen: Peter Kruse “What’s Next – Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren”. Der Vortrag ist als Video anschaubar, die Folien sind ebenfalls hinterlegt. Das sollte man sich geben: Link.

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