Montag, 7. Februar 2011

Das Spektakel SuperBowl 2011

Wer etwas über die USA erfahren möchte und die Seele des amerikanischen Volkes, der kann in die Staaten fliegen. Wer dafür weder Zeit noch Geld hat, kann sich etwas länger mit American Football auseinandersetzen, dem beim Volk der Großmacht beliebtesten Sport. Eigentlich reicht es auch schon, sich den SuperBowl anzusehen: Das Finale der beiden besten Mannschaften einer Saison.


Video aus einer der Spielunterbrechungen von Volkswagen: »The Force«

In diesem Jahr wurde der SuperBowl in Dallas ausgetragen, mit über 100.000 Zuschauern. Die Nationalhymne sang Christina Aguilera, mit dem letzten Ton donnerten synchron einige Kampfflieger in Formation über das Oval.

Die Spieler sind Gladiatoren, die mit dem Kopf voran, geschützt durch bunte Helme in Vereinsfarben um "Raumgewinn" kämpfen – denn darum geht es im Prinzip beim American Football. Räume überbrücken und die "Endzone" des Gegners zu erreichen. Parallelen zur (zumindest früheren) Aussenpolitik eines Landes zu ziehen, das sich immer wieder gerne wagemutig mit dem Kopf voran in den Kampf um Raum (oder eher Öl und andere Ressourcen) schmeisst, bietet sich an. Gefahr für Leib und Leben wird ausgeblendet. Die Massen lieben es.

Die mediale Verwertung des Events nimmt gigantomanische Züge an. Die Preise für 30 Sekunden Werbung lagen für die 46. Auflage am vergangenen Sonntag bei etwa 3 Millionen USD. Parkplätze boten gewiefte Anwohner übrigens für schlanke 500 USD an. In der Halbzeitpause traten Künstler wie Bruce Springsteen (2010) und in diesem Jahr die Black Eyed Peas auf. Als Sidekick bei deren sehr bombastischen Auftritt erhob sich Ex- Guns 'n Roses Gitarrist Slash zum Gunners-Klassiker »Child of Mine« per Fahrstuhl aus dem Bühnenboden, um dann kurz von Peas-Frontfrau Fergie umgarnt zu werden. Das war schon sehr unterhaltsam.

Besser aber jedoch war das Spiel, in dem es die favorisierten Pittsburgh Steelers nach einem frühen Rückstand am Ende des Spiels fast noch schafften, das Spiel zu ihren Gunsten zu wenden. Ein letzter Pass von Ben Roethlisberger fand nicht den richtigen Abnehmer, aus, Niederlage. Mir hätte das Spiel an sich bereits an Unterhaltung gereicht.

Die Werbespots aus der Halbzeitpause, meist für große Marken von namhaften Agenturen produziert schätze ich auch sehr. Aber eben erst nach dem Spiel. Bei Youtube kann man sie alle in hoher Qualität ansehen: http://www.youtube.com/adblitz

1 Kommentar:

Kid Rock Tickets hat gesagt…

That fantastic! realy! these website is way better then everything I ever saw.