Dienstag, 1. Februar 2011

Twittern in Äqypten ohne Internet: saynow.com

Diktatoren reagieren bei einem Aufbegehren ihres Volkes in einer mediatisierten Gesellschaft ja gerne mit dem Reflex, erstmal das Internet auszuschalten. Dann, so die Annahme, gehen Dienste wie twitter ja nun nicht mehr und die Welt erfährt schonmal weniger über die Unruhen im eigenen Staate. Ein Irrglaube. Das Unternehmen »saynow« macht es möglich, per Anruf und Stimme zu tweeten. Damit muss man nun als Diktator die Trickkiste schon etwas weiter aufmachen und jegliche Kommunikation unterbinden. Saynow ist vor kurzem von Google gekauft worden – dies sollte weiterhin ein Zeichen sein, dass dies Angebot auch für andere Anwendungsbereiche interessant ist. Mit Blick auf die Ereignisse in Ägypten bieten Google und Saynow auch eine Nummer an, die von den Oppositionellen genutzt werden kann, um Kurznachrichten für die Welt per Stimme aufzusprechen.

»Google and SayNow, a startup Google acquired last week, have teamed up to allow tweeting by phone, with an ear toward those on the ground in Egypt.«

http://blog.saynow.com/
www.saynow.com

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