Dienstag, 13. März 2012

Social Media Klagemauer


Wer hat heutzutage nicht alles einen Twitter-Account? Der Regierungssprecher von Angela Merkel, ja das liegt irgendwie nahe. Ebenso eine große Anzahl (zumindest der englischsprachigen) Stars und Sternchen aus dem Showbiz. Auch gut. Profisportler suchen ebenfalls vermehrt den direkten Draht zu Fans und allgemeiner Öffentlichkeit. Oder nutzen es, um sich gegen vermeintlich schmierige Journalisten zur Wehr zu setzen, so wie Ryan Babel kürzlich gegenüber Goal.com. Vertreter aus fast jedem gesellschaftlichen Bereich haben einen Twitter-Account oder aber eine Facebook-Page. Auch Kirchen und Gemeinden sind im Social Web vertreten.

Wer möchte, kann sogar mehr oder minder direkt "ganz nach oben" twittern. Ein israelischer Student steckt Zettel mit den ausgedruckten Tweets von Gläubigen in die Klagemauer. Gibt es wohl schon ein Weilchen, ich bin nun erst drauf gestoßen.Man kann ihn auch direkt antweeten: @thekotel.

"Der israelische Student Alon Nir bietet seit zwei Jahren den kostenlosen Service "Tweet your Prayer" an. Jeder kann ihm über den Kurznachrichtendienst Twitter Gebete in den zulässigen 140 Zeichen senden. "Ich möchte die Mauer so zugänglich wie möglich machen", sagt der 27-Jährige aus Tel Aviv."
Aber dennoch, bei aller Hingabe (auch meinerseits an Social Media und Co.): Es ist doch immer wieder so, dass die Menschen anscheinend eine reale Entsprechung zu den Aktivitäten im Netz suchen, in diesem Fall: Gemeinsam mit anderen an der Klagemauer angebracht zu sein. Irgendwie beruhigend, wenn auch zugleich etwas grotesk.

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