Freitag, 7. Februar 2014

Olympia in Sotschi: Google mit klarem Statement gegen Diskriminierung

Viel wurde vor Olympia über die Einschränkung der Rechte von Homosexuellen und deren Drangsalierung durch Putin geredet. Von den Sportlern (durch das Internationale Olympische Komittee) ist sicher nicht zu erwarten, dass sie an Putins Politik, die sich klar gegen Randgruppen richtet, Kritik äußern werden. Es wäre sicher zu wünschen. Aber es ist in meinen Augen auch verständlich.


Manchmal richtet ein Sportler sein ganzes Leben darauf aus, bei diesen einen Olympischen Spielen den Wettkampf seines Lebens abzuliefern. Die Spiele teilen sein Leben in zwei Hälften: vor und nach ihnen. Wenn die Wettbewerbe zufällig in einem schlimmen Land wie Russland abgehalten werden, ist das auch für den Sportler blöd - aber was soll er machen? Sich äußern und riskieren, von den Spielen ausgeschlossen zu werden? Maximal nach den Wettkämpfen.

Wenn der Sportler nichts machen kann, sollte das IOC etwas tun. Aber das ist weit, leider sehr weit davon entfernt, solche Aufgaben für sich an- und wahrzunehmen. Daher freut es mich um so mehr, dass Google sein aktuelles Doodle dem Thema widmet. Man kann das auch als opportunistisch geißeln, ich aber sehe es positiv. Es ist immerhin die meistbesuchte Website der Welt. Ein guter Platz also, um sich zu engagieren und Stellung zu beziehen. Nicht nur das Logo wurde thematisch angepasst, auch ein Statement aus der Olympischen Charta (nach der eigentlich das IOC auch handeln sollte ...) ist unter dem Logo platziert:

"Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Im Sinne des olympischen Gedankens muss jeder Mensch die Möglichkeit zur Ausübung von Sport ohne Diskriminierung jeglicher Art haben. Dies erfordert gegenseitiges Verstehen im Geist von Freundschaft, Solidarität und Fairplay." –Olympische Charta, übersetzt von Google

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