Montag, 15. September 2014

Corporate Publishing und Content Marketing im kleinen Rahmen

Jeder Journalist, dessen Arbeitgeber ihn im Bereich Corporate Media einsetzt, kennt das: Schreiben für einen Auftraggeber aus Industrie und Co. ist nicht immer einfach. Der Auftraggeber hat meist recht konkrete Vorstellungen davon, wie die eigene Institution dargestellt werden soll. Das ist durchaus legitim. Macht die Arbeit für Journalisten nicht unbedingt einfacher. Ich glaube jedoch weiterhin, dass es auch das Produkt nicht verbessert. Es zahlt sich aus, dem Journalistischen Blick auf das eigene Haus weitgehend zuzulassen.

Content Marketing ist gerade wieder in aller Munde, eine Art Megatrend in der Unternehmenskommunikation. Alle suchen nach den tollen Geschichten, die nur indirekt mit den Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens zu tun haben, bzw. nehmen sich in der Tonalität und ggf. einer Handlungsaufforderung à la: "Kaufen Sie unsere Produkte", zurück.

Vertraut den Journalisten! Für sie ist es das tägliche Brot, gute Geschichten zu finden. Und vor allem: Sie so aufzubereiten, dass sie den Leser interessieren (im Zweifel nicht uneingeschränkt dem Auftraggeber). Folgendes Beispiel ist eine Kooperation im kleinen Rahmen. Das Magazin "Campus" der Uni Würzburg in Kooperation mit der Mainpost erstellt, der regionalen Tageszeitung für Würzburg und Unterfranken. Die Redakteure machen immer wieder einen sehr guten Job, die Geschichten für Studieninteressierte aufzubereiten. Noch besser könnte es werden, hätten Sie noch mehr freie Hand.

Hier ein paar interessante Gedanken von Lukas Kircher zu dem Thema, hier (Horizont-PDF) noch mehr und hier eine nicht ganz ernst gemeinte Reaktion von Kircher auf BBDO-Chef Frank Lotze.

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