Montag, 16. Februar 2015

Auf Schritt und Tritt mit Garmin Vivosmart

Fitnessarmbänder scheinen, spätestens seit dem vergangenen Weihnachtsgeschäft, in aller Munde zu sein. Oder eher: an vieler Handgelenke. Ich habe mir das Garmin Vivosmart einmal etwas genauer angesehen und mit ähnlichen Produkten anderer Hersteller verglichen (hauptsächlich Polar Loop).

Nun könnte die grundsätzliche Frage zu Beginn lauten: Wofür brauche ich so ein Teil überhaupt? Das Vivosmart zählt die Schritte, lässt sich über das bewährte ANT+ mit einem Brustgurt verbinden und ist, wenn man möchte, 24 Stunden lang ein aufmerksamer Begleiter.

Dem Kleinstcomputer entgeht auch nicht, wenn wir etwas zu wenig schlafen, unruhig schlafen oder eben gar nicht schlafen. In der "Connect"-App kann ich auf dem Smartphone, grafisch aufbereitet, meine Vitaldaten ablesen.

Nun merkt man im Allgemeinen meist am Morgen auch ohne die Hilfe der im Armband eingebauten Sensoren, wenn die Nacht zu kurz oder nicht erholsam war. Dennoch fand ich es interessant zu sehen, wann und in welchen Kurven meine persönliche Aktivität zu- oder abnimmt. Für junge Eltern kann das Feature zudem helfen, am nächsten Tag zu verifizieren, wer denn nun eigentlich wie of am Bett vom Nachwuchs stand und Händchen gehalten hat.

Verarbeitung und Design sind bei Garnis Vivosmart wegweisend. Das nur xx Gramm leichte Band ist dezent und unauffällig - wenn man keine knallige Farbe wählt. Viel wichtiger aber: Man spürt es nach kurzer Zeit nicht mehr am Handgelenk. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber den nach wie vor recht groß dimensionierten Puls- und Laufuhren. Aber da sind wir auch schon bei einem kleinen Kritikpunkt: dem fehlenden GPS.


Auch andere Hersteller bauen dies noch nicht in die Armbänder ein. Warum eigentlich nicht? Wahrscheinlich ist es technisch noch nicht (zumindest zu marktfähigen Preisen) möglich, ein entsprechendes Modul und den benötigten stärkeren Akku einzubauen. Zudem habe ich die Vermutung, die Firmen haben Angst, das Interesse der Athleten an den jeweiligen größeren und teureren Laufcomputern könnte dann abnehmen.

Mir würden die gesamten Funktionen des Vivosmart, ergänzt um das GPS auch reichen. Die Möglichkeit, Trainingspläne zu integrieren etc. sollte dann nur noch eine Frage der richtigen Software sein. Aber ich bin sicher, es wird nicht mehr lange dauern, bis ein Hersteller ein entsprechendes Gerät auf den Markt bringt und die anderen dann reagieren werden.

Bis dahin bleibt auch das Vivosmart etwas für Leute, die einen Partner beim Bewegen brauchen, jemanden, der sie ab und an daran erinnert, aufzustehen und was für den Kreislauf zu tun. Als Traniningspartner taugt das Vivosmart (ohne Nutzung des Brustgurts) somit bedingt - aber es möchte ja auch eher ein Begleiter sein, ein Motivator im Alltag. Ich finde, das gelingt dem Garmin Vivosmart sehr gut.

Anmerkung: Die zur Verfügung gestellten Produktmuster wurden nach Ablauf der Testphase wieder an den Hersteller zurückgegeben.

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